Press

Fantastische Spielkultur

Nottuln. Wenn man den Weg des Aachener Klavierduos über die Jahre verfolgt, kann man die Begeisterung des Publikums am Sonntag bei "Weltklassik am Klavier" in der Alten Amtmannei verstehen. Denn Alina und Dimitri Wesselowski haben sich mittlerweile ein Renommee erspielt und an die Spitze vergleichbarer Duo-Formationen gesetzt. Dementsprechend groß war die Resonanz beim Publikum. Für ihr Konzert im Rahmen der Reihe "Weltklassik am Klavier" hatten sie ein Programm zusammengestellt, das den Bogen von der Romantik zum Impressionismus spannte. Mit der relativ "leicht" zu spielenden "Petit Suite" von Claude Debussy bagan das Duo, konnte mit sehr differenzierter Klanggestaltung diesem angenehm zu hörenden Werk ein ganz lebendiges Gewand verleihen. Das typisch französische Flair dieser viersätzigen Suite mit Ihrem Harmoniereichtum im "En Bateau" und der Grazie und Anmut des Menuetts stimmte das Publikum bestens ein auf die kultivierte Art, mit der das Duo sich präsentierte. In der folgenden von Maurice Ravel angefertigten Transkription des "Prélude á L´aprés d´un faune" setzte sich dieser exquisite Eindruck fort. Diese Art klangmalerisch bestimmter Musik liegt dem Duo offenbar sehr. Ihre sehr ausgereifte Anschlagskultur setzen beide Künstler immer in den Dienst des musikalischen Ausdrucks. Wie virtuos und doch niemals klanglich überzogen Alina und Dimitri Wesselowski dann die Transkription von Léon Roques des dramatischen Balletts "Daphnis et Chloé" von Maurice Ravel interpretierten, war schon beachtlich. Fantasievoll gestalteten sie die drei Szenen dieser in Musik gesetzten spätantiken Liebesgeschichte. Nach der Pause ging es dann mit dem "Slawischen Tanz e-moll op. 72 Nr. 2" von Antonin Dvorak in romantische Welten. Die Interpretation dieses allseits bekannten Tanzes mit seinen stark folkloristschen Elementen bestach durch seine sehr elegante Art. Die aus der Ukraine stammenden Künstler wussten hier ihre musikalischen Wurzeln bestens einzubringen. Galant und mit Esprit spielten sie diesen in der Reihe der slawischen Tänze wohl schönsten Tanz. Für das große Finale ihres Konzertes hatten Alina und Dimitri Wesselowski ganz tief in der Schatzkiste des Repertoires für vierhändige Klaviermusik gegriffen. Die "Grande Sonata Brillante op. 10 c- Moll" von Carl Czerny aus dem Jahre 1820 ist die erste und gleichzeitig erfolgreichste von vier Sonaten, die Czerny für ein Klavierduo geschrieben hat. Diese Sonate war schon kurz nach ihrer Veröffentlichung so populär, dass der große Franz Liszt, ein Schüler von Carl Czerny, sie oft in seinen Konzerten mit wechselnden Partnern spielte. Hier zeigte sich eine Gefühlstiefe und Ausdrucksstärke, die man wohl bei dem für seine Etüden bekannten Carl Czerny so nicht gewohnt ist. Aber viele Elemente seiner "Schule des Virtuosen" hatten wohl Eingang in diese Sonate gefunden, die von Alina und Dimitri Wesselowski auch besonders brillant gespielt wurde. Hier zeigte das Duo eine bis ins kleinste Detail stimmige Spielweise. Das große Pathos des ersten Satzes, der selbst Johannes Brahms 30 Jahre nach Veröffentlichung zu seinem "Ungarischen Tanz Nr. 4 f-Moll" inspiriert hat, war bei Alina und Dimitri Wesselowski in besten Händen. Auch bei dem "Andante con sentimento" erstrahlten die wunderbaren Melodien über den filigranen Begleitfigurationen. Das abschließende "Rondo" gelang dem Klavierduo mit einer das Publikum mitreißenden Lebendigkeit und Spielfreude. Allein diese im Konzertleben äußerst selten zu hörende Sonate hätte den Konzertbesuch schon gelohnt. Für die stehend dargebrachten Ovationen bedankte sich das Duo dann noch mit einer köstlichen Miniatur, dem "Norwegischen Tanz A-Dur op. 35 Nr. 2" von Edvard Grieg. 

Alex Engels

20.07.2019 23:56 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)

Video-Interview bei Piano News

20.07.2019 00:52 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)

Mit Temperament und Leidenschaft

Bad Pyrmont. Mit dem Titel „Kinderspiel und Feuerwerk Romantik für vier Hände" hatte die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier" für den Samstagnachmittag nicht zu viel versprochen, zumal mit Alina und Dimitri Wesselowski, dem „Aachener Klavierduo", ein ausgesprochen hochklassiges Künstlerpaar im kleinen Saal zu Gast war. Mit ihrem Abwechslung und facettenreichen Programm begeisterten die Musiker das Publikum. 

Die Haydn-Variationen op. 56 von Johannes Brahms bildeten den Auftakt. Vom klaren, getragenen Chorale St. Antoni bis hin zum Finale, Andante, waren sie akustisch sozusagen die Aufwärmphase, in der auch die Virtuosität immer rasanter anstieg. Vierhändig vorgetragen überzeugten die große Feinfühligkeit der Interpretation und die Präzision, die wohl nur in der großen Harmonie von Alina und Dimitri WesseIowski begründet sein können. Ein echtes Feuerwerk .....

16.02.2015 01:00 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)

„Weltklassik" startet fulminant

Bad Rappenau. (db) Mit dem ersten Konzert erlebte die Reihe „Weltklassik am Klavier" in der Kurstadt einen unverhofften und fulminanten Auftakt. Rund 80 Besucher füllten den kleinen Konzertsaal im Dachgeschoss des Wasserschlosses bis auf den letzten Platz. Sogar einige Stühle mussten noch in der hinteren Reihe hinzugestellt werden. Ein ungewöhnlich hohes Interesse für ein Klavierkonzert in Bad Rappenau. Das hohe Niveau dieser Konzertreihe dürfte dabei etliche Liebhaber der Klaviermusik auch aus der weiteren Umgebung angezogen haben.

Den Auftakt zu sechs Veranstaltungen, die mit verschiedenen Künstlern bis zum Jahresende stattfinden, gestaltete das Aachener Klavierduo Alina und Dimitri Wesselowski. Das aus der Ukraine stammende Paar fand im Jahr 2007 zusammen. Beide haben sich als Solopianisten und Kammermusikpartner entwickelt. Im Wasserschloss spielten sie im ersten Teil Sonaten zu vier Händen von Wolfgang Amadeus Mozart. ....

 

 

 

16.02.2015 00:00 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)

Klaviermusik mit spannenden Improvisationsmomenten

Das Aachener Klavierduo tourt seit 2007 erfolgreich durch Europa. Im November sind Alina und Dmitri Wesselowski in Vaals zu hören.

Aachen. Beide sind in der Ukraine geboren, haben in ihrem Heimatland und später an der Musikhochschule Köln studiert und leben und arbeiten heute in Aachen: Alina und Dmitri Wesselowski. Zusammen bilden sie seit 2007 das Aachener Klavierduo - und sie sind seitdem erfolgreich unterwegs, treten in Konzertsälen in Deutschland, Belgien, Niederlanden, Polen und der Ukraine auf.

Im Fach Klavier waren beide Meisterschüler der Professoren Hans-Peter und Volker Stenzl an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Demnächst sind Alina und Dmitri Wesselowski in Vaals zu erleben. In de Kopermolen treten sie am Samstag, 9. November, um 19 Uhr auf, der Einlass eine halbe Stunde früher. Auf was genau darf sich das Publikum am 9. November freuen?

18.10.2013 16:19 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)

Beschwingte Tänze in der Wandelhalle

Der Pianist Chiyan Wong war am Sonntagabend leider verhindert, doch »wir haben gleich zwei Pianisten als Ersatz gefunden«, sagte Artur Pacewicz in seiner Konzerteinführung. Das Aachener Klavierduo, das die beiden Ukrainer Alina Novak und Dmitri WesseIowski bilden, spielte Tänze der romantischer Klavierliteratur

Edvard Griegs erster von vier Norwegischen Tänzen bildete an diesem Abend einen furiosen Konzertauftakt. Dabei stellte das Aachener Klavierduo sein temperamentvolles Spiel eindrucksvoll unter Beweis. Der menschlichen Stimmlage entsprechend über nahm Alina Novak den hohen Klavierpart, während Dmitri Wesselowski links von ihr am Flügel in der Wandelhalle Platz genommen hatte.

Begeistert nahm das Publikum die gelungene Interpretation von Griegs op. 35 auf, das stimmungsbildnerisch eine Melange aus nordischer Lebensfreude und zugleich Melancholie darstellt.

Drei charakterlich unterschiedliche Stücke aus Robert Schumanns »Bilder aus Osten« hatte das Duo für ihr Konzert in der Wandelhalle im Kurpark ausgesucht. In der Nr. 

17.07.2012 15:31 by Dimitri Wesselowski (comments: 0)