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Brahms in guten vier Händen

01.01.1970 16:12:00 von Dimitri Wesselowski (Kommentare: 0)

Brillantes Duo in der Weltklassik-Reihe VON JÜRGEN ZIMMER

Harmonie pur: Alina Novik und Dmytro Veselovsky sind auch im wirklichen Leben ein Paar.

 

ISERNHAGEN F.B. Einmal im Monat ist der Isernhagenhof das Mekka der Liebhaber klassischer Klaviermusik: Livemusik zum Anfassen in größtmöglicher Perfektion zu geringeren Eintrittspreisen und Am Sonntagnachmittag war das Aachener Klavierduo, Alina Novik und Dmytro Veselovsky, mit seinem Programm -Brahms' brillante Walzer zu vier Händen" zu hören. Novik und Veselovsky sind auch privat ein Paar, was der hör baren Harmonie der beiden sehr entgegenkam.

Zunächst eröffneten sie mit Edward Griegs „Norwegischen Tänzen" den Reigen. Die sanften Töne sowie das raue Aufbrausen, die man in dieser von der Volksmusik inspirierten Musik vernimmt, waren bei den beiden Pianisten in sehr guten Händen.

Vom Norden gen Osten wandte sich das Duo mit Werken von Roberl Schumann, die dieser befüllt von einem Buch des Orientalisten von Friedrich Rückerts komponiert hatte: Dessen „kunstvoll verschlungenen Sprachausdruck bewunderte der Romantiker sehr.

Mendelssohns „Allegro brillantfolgte“: ein leidenschaftlich-romantischer Dialog zweier Pianisten. Da fliegen die Argumente hin und her, mal führt er, mal sie; mal ist sie zärtlich, mal bedrängt er sie. Riesenapplaus schon zur Pause bestätigte die Brillanz beiden Pianisten.

Die 16 Walzer op. 39 von Johannes Brahms gaben dem Programm den Namen und bildeten neben Stücken von Franz Schubert und Carl Czerny den Höhepunkt des zweiten Teils. Noch mehr Brahms hätte Minou Wiesner aus Wettmar gerne gehört: „Deswegen bin ich hergekommen, ich liebe Brahms", sagte sie. Ina Kodewski war rundum zufrieden: Den „Wohnzimmer-Charakter" der Veranstaltung fand er gut.

Ein Wort Schumanns über Musikduette charakterisiert den Nachmittag im Isernhagenhof: „Das vierhändige Klavierspiel bleibt doch der schönste erste Genuss."

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